In 2004, I was volunteering my free time to work as a community manager for Bottom Row Promotion GbR in the community of the band “Helloween”. During that time, I wrote a short piece on the song “Giants” by the band’s guitarist Michael Weikath. This was a collaborative effort with a fellow fan called Glenn Leaper. For me, it was a great learning experience to write in a foreign language and exchanging thoughts on the text with a native speaker. While I would not write something like this today, I thought it was worth reposting it here after I rediscovered it on an old backup cd.
Michael Weikath conceptualised the idea for Giants during a flight to New York in 1990. At that time, Helloween was embroiled in a series of lawsuits with their old label, Noise. As a result, the release of their forthcoming album Pink Bubbles Go Ape had been postponed indefinitely until their legal problems, with no end in sight, were resolved. Whether the album would be released at all was an uncertainty. Weiterlesen »
Meine ersten Videospielerfahrungen machte ich auf einem Schneider CPC 464, aber mein Herz gehört bis heute der Amiga-Modellreihe von Commodore. Wer in meinem Freundeskreis damals keine Konsole von Nintendo, Sega oder Atari besaß, auf dessen Schreibtisch thronte meist der legendäre Amiga 500. 1987 veröffentlicht stellte der Tastaturrechner eine preisgünstige Alternative zu größeren Büromaschinen dar. Er verfügte über einen mit 7.14 MHz getakteten Motorola MC68000 Prozessor und war in der Grundversion mit 512Kb RAM-Speicher ausgestattet. Viele rüsteten das elegante Gerät mit einer Erweiterung auf 1Mb RAM auf, was die Ladezeit von Programmen erheblich verringerte und eine höhere Grafikqualität ermöglichte.
Festplatten für den Amiga waren damals kaum verbreitet. Programme tauschten wir auf dem Schulhof auf Disketten. Beinahe jeden Titel konnte man sich über fünf Ecken von irgendjemandem ausleihen oder tauschen. Wer neue Software kaufen wollten, der wickelte sie meistens über Anzeigen in Magazinen ab. Mein Versuch, unsere ständig wachsende Sammlung zu ordnen, stellte sich bald als unmögliches Unterfangen heraus; zu riesig und undurchschaubar war sie geworden. Mit Lemon Amiga entdeckte ich eine Datenbank, mit der eine Ordnung endlich möglich war. Weiterlesen »
Nachdem ich im vergangenen Jahr die erste Station des internationalen Kurzfilmfestivals “Future Shorts” in Augsburg verpasste, habe ich mir einen Besuch der zweiten Veranstaltung hier fest vorgenommen. Nach dem erfolgreichen Debüt gastiert am Mittwoch, den 28. April 2010 um 20:00 Uhr im Liliom Kino ein Programm ausgewählter internationaler Kurzfilme. Organisiert wird Future Shorts unter anderem von meiner Mitbewohnerin. Das Thema des Kurzfilmabends aus London lautet diesmal “Opposites Attract”. Die Filme zeigen unter anderem die Geschichten einer Chinesin, die aus Liebeskummer und Langeweile einen Oktopus adoptiert, einer 73-Jährigen, die von wilden Männergeschichten immer noch nicht genug hat, romantische und sonderbare Vorkommnisse in Hotelzimmern sowie die verzweifelten Versuche einer Jazzband, die Aufmerksamkeit einer schönen Frau auf sich zu lenken.
Exklusiv für Future Shorts Augsburg sorgen zwei junge Bands aus der Heimat für das musikalische Rahmenprogramm: Ein weiterer Mitbewohner von mir sorgt mit der Formation “Boy miez Girl” mit Gitarre, Trommel und Gesang für die Begleitung. Vor den Kurzfilmen spielt die Band “Déparlise”, vier Mittzwanziger aus Augsburg und München, die sich zwischen Funk, Volksmusik, Hip Hop und Balkan bewegen. Ihre Live-Show versehen sie mit einer spektakulären Mischung aus Improvisation, Geschichten und Unterhaltung – für Future Shorts passend zu den Themen Liebe und Kino.
Ich habe in den vergangenen Monaten mitbekommen, wie die zweite Auflage von Future Shorts in Augsburg langsam Gestalt annahm; Besprechungen und Bandproben finden in meiner Wohnung statt. Meine Empehlung spreche ich auf dieser Grundlage aus: Wer Kurzfilme mag, sollte sich die Veranstaltung vormerken und rechtzeitig im Liliom Kino Karten reservieren.
Ich habe in meinem kurzen Text zu Slender Man die unheimliche YouTube-Serie Marble Hornets bereits einmal erwähnt. Mittlerweile läuft das Format anscheinend sehr erfolgreich. Fast 150.000 Kanalaufrufe in knapp sechs Monaten und 20.000 bis 100.000 Zugriffe auf jeden der einzelnen Beiträge sind für eine Amateurproduktion schon ziemlich gut. Über 2000 Menschen folgen Marble Hornets auf Twitter.
Marble Hornets ist in der Serie der Titel eines fiktiven Schulfilmprojekts. Während der Vorbereitungen kam es immer wieder zu seltsamen Vorfällen und schließlich brach Regisseur Alex die Dreharbeiten ganz ab. Einige Jahre später sichtet Jay, ein Bekannter von Alex, die Bänder aus den Probeaufnahmen und stößt dabei auf beunruhigende Bilder. Es scheint, als werde Alex erst in den Wäldern vor der Stadt und schließlich direkt in seinem Haus von einer übernatürlichen Gestalt verfolgt. Jay beginnt, auf YouTube Ausschnitte aus dem Material zu veröffentlichen. Weiterlesen »
Das war es also, das diesjährige Augsburger Kunstlabor lab.30 im Kulturhaus Abraxas und in der Kantine. Zwei Tage habe ich die Veranstaltung besucht. Die Mischung aus elektronischer Kunst, Konzerten und Vorführungen zieht mich immer wieder in den Bann. Auch in diesem Jahr habe ich den Besuch genossen. Am Freitag haben wir uns auf die Ausstellung konzentriert, am Samstag stand die Clubnacht im Vordergrund. Meine Favoriten waren die interaktiven Installationen Innen und Außen und Kühlrippenmessluftschnüffelleuchtstofforgel sowie die Elektro-Retro-Roboter-Punk-Trash-Formation Sputnik Booster & The Future Posers. Weiterlesen »
Eigentlich wollte ich mir nur einen RSS-Reader einrichten. Ich habe Jahre lang Feeds stets in die Lesezeichen-Symbolleiste von Firefox eingebebunden und war zufrieden damit. Seit einiger Zeit wollte ich aber nun doch eine andere Lösung ausprobieren; Ein bequemerer Überblick sollte her. Nachdem ich mehrere Add-Ons für Firefox durchprobiert hatte und mir keines davon besonders zusagte, habe ich stattdessen lieber gleich die Art, wie ich mich im Netz bewege, komplett umgestellt.
Seit heute nutze ich Netvibes, um RSS-Feeds, Twitter, Facebook, E-Mail und weitere Web-Applications auf einer Startseite zu bündeln. E-Mail funktioniert wegen meinem exotischen Hoster leider noch nicht so ganz und soweit ich bisher ermitteln konnte, fehlt ein Widget für XING, ansonsten bin ich aber bisher sehr zufrieden mit dem Service. Alle abonnierten RSS-Feeds kann ich jetzt auf einer einzigen, individuell gestaltbaren Seite schnell überblicken. Angenehm finde ich, dass man ganze Abonnements mit einem Klick als komplett gelesen markieren kann.
Ich weiß, dass es ähnliche Lösungen für RSS mit anderen Vorteilen gibt. Mich überzeugt das System aber darüber hinaus dadurch, dass ich von einer Seite aus meinen Twitter-Feed und meinen Facebook-Stream verwalten kann. Ich kann sogar auf Tweets direkt antworten und neue schreiben. Selbiges gilt für Facebook. Für mich ist das ideal. Jetzt fehlt mir nur noch eine Möglichkeit, von Netvibes aus meinen HomeBlog mit Inhalten füllen zu können.
Ich verfolge seit einigen Tagen einen spannenden Gesprächsfaden in der Online-Community “Something Awful”. Er begann mit dem Vorschlag eines Mitglieds, durch digitale Nachbearbeitung täuschend echte Aufnahmen paranormaler Phänomene zu erzeugen. Unheimliches Bildmaterial dieser Kategorie wird gerne in den Unterhaltungsbereichen von Nachrichtenportalen eingebunden. Es bedient das Interesse ihrer Zielgruppe an urbanen Mythen. Die ursprüngliche Motivation der Community-Mitglieder bestand dem folgend darin, sich gegenseitig zu gruseln und vielleicht sogar einzelne ihrer Arbeitsergebnisse in die Nachrichtenportale einzuschleusen.
Der Gesprächsfaden schlug allerdings schnell in eine neue Richtung um, nachdem ein Mitglied mit dem Pseudonym “Victor Surge” Bilder eines bizarren Schattenmannes beisteuerte (1|2), die er aufgrund der dürren Statur “Slender Man” nannte. Der Slender Man entspricht der mythischen Figur des schwarzen Mannes, der Kinder verschleppt und im Schutz von Nebel oder Dunkelheit auftaucht, häufig im Zusammenhang mit Unglücksfällen. Die Phantasie der Community war geweckt und schon bald verdrängte der Slender Man die vorherige Diskussion – alle Beiträge drehten sich plötzlich um die Figur. Weiterlesen »
Auf Gravity Bone wurde ich aufmerksam, nachdem der Titel die Auszeichnung “Bestes Arthouse-Spiel 2008″ erhielt. Die Kritiker lobten sein markantes Design und seine cinematische Präsentation. Aber außer Andeutungen, dass Gravity Bone auf eine bestimmte Weise außergewöhnlich sein musste, lieferte die Laudatio keine griffige Beschreibung. Mein Interesse war zwar geweckt, ausprobiert habe ich das preisgekrönte Spiel dann aber doch nicht.
Erst mehrere Monate später brachte mich ein Zufall wieder auf Gravity Bone. Nach zwei kurzen Spielsitzungen kann ich sagen: Ich bin begeistert! Der Journalist Kieron Gillen spricht von einer Mischung aus Hitman, No One Lives Forever und Team Fortress 2. Gravity Bone ist ein mit liebevoll gestalteten Details ausgeschmücktes Kunstwerk, das geschickt mit Elementen aus diesen bekannten Titeln spielt, daraus Erwartungen aufbaut und dann gezielt mit ihnen bricht. Bevor ich zu viel verrate, empfehle ich, Gravity Bone bei Blendo Games herunterzuladen, es zu spielen und dann weiterzulesen. Weiterlesen »

In letzter Zeit habe ich mich mit der Anwendbarkeit von skalierten, numerischen Wertungssystemen auf Kulturgüter beschäftigt und einige Texte dazu gelesen, ob man Empfindungen von “Spaß” mit solchen Wertungen ausdrücken kann. Wir alle kennen aus Print- oder Online-Magazinen skalierte Wertungssysteme für Musik, Filme oder Videospiele mit bis zu fünf beziehungsweise zehn Punkten oder mit einem feinstufigen System von bis zu 100 Prozent. Durch die Messung des “Spaß”, den man mit Kulturgütern haben kann, wird versucht, potentiellen Käufern eine allgemeingültige Orientierung über subjektive Eindrücke und individuellen Geschmack hinaus zu geben. Durch die Zunahme der Informationsmenge und der Masse konkurrierender Meinungen im Internet ist dieses Orientierungsbedürfnis in den vergangenen Jahren angestiegen. In der Folge gewinnen Aggregatoren von Wertungen wie Metacritic an Bedeutung, die mehr oder weniger systematisch Einzelmeinungen sammeln und miteinander verrechnen.
Zu den Implikationen der Idee, dass das aggregierte Kollektiv immer recht hat, verfasste unter anderem Jaron Lanier bereits vor drei Jahren ein einflussreiches Essay mit dem Titel “Digital Maoism”. Im speziellen Fall der Wertung von Spaßempfinden ist mein derzeitiger Standpunkt, dass selbst an der Basis die einzelnen Wertungen und Reihenfolgen abstrakter, nichteindeutiger Begriffe wie “Spaß” irreführend sind, weil sie die zugrundeliegenden individuellen Einstellungen von Rezensenten verdecken. Was ich also kritisiere ist das bewusste Verdecken subjektiver Einstellungen durch nur anscheinend objektivierende, numerische Wertungssysteme, verschärft durch den Trend, diese Wertungen in netzbasierten Diensten zu aggregieren. Weiterlesen »