Bei den Gesprächen mit meinem Mentor im Rahmen von UniMento ergab sich ein Thema, das mich seit meinem Praktikum in der Burda Media Solutions GmbH im vergangenen Jahr beschäftigte. Damals war ich im Community Management dafür veranwortlich, einen lebhaften Austausch in der Community anzuregen und für eine positive Atmosphäre zu sorgen. Zu der Dialogsteuerung kam die aktive Beteiligung an Diskussionen hinzu. Diese Aufgaben erfordern den Aufbau von Beziehungen zu den aktivsten Nutzern der Community. Nach meinem Gefühl ist die beste Grundlage für solche Beziehungen eine echte Begeisterung für die Community. Ich bin absolut überzeugt davon, dass ein hohes eigenes Interesse und ein ehrlicher Austausch mit den aktivsten Mitgliedern Voraussetzungen sind, um eine Community richtig betreuen zu können. Man merkt, ob ein Community Manager nur seinen Job macht oder ob ihm/ihr die Thematik am Herzen liegt. Der Erfolg liegt in der Nähe zu den Nutzern.
Gleichzeitig erfordert die Beziehung zwischen dem Community Mangement und den Nutzern eine gewisse Distanz. Speziell wenn Konflikte auftreten oder Krisenkommunikation erforderlich wird, müssen Community Manager glaubhaft vermitteln können, ohne den Eindruck zu erwecken, bestimmte Gruppen oder Interessen zu bevorzugen. Mitunter kann es daneben notwendig sein, die Bildung mit Gruppen bestehender Nutzer zu vermeiden, wenn diese neue Nutzer bewusst ausschließen. Immer dieselben Menschen in denselben Diskussionen bedeutet Stagnation; Stagnation bedeutet das Ende der Community. Deshalb muss das Community Management zwischen den Gewohnheiten von bestehender Nutzern und den Interessen neuer Nutzer vermitteln. Darüber hinaus zählen für Community Manager auf einer professionellen Ebene primär Daten wie Page Impressions, Click Through Rates oder User Generated Content. Diese Daten bestimmten den Wert einer Community für Werbepartner. Es sind kühle Zahlen, die über das Fortbestehen der Community entscheiden. Der Erfolg liegt in der Distanz zu den Nutzern.
Community Management ist folglich ein beständiger Spagat zwischen Nähe und Distanz. Die Aufgaben der Community Manager liegen auf einer professionellen Ebene in erster Linie in der Distanz. Aus dieser Distanz heraus mit Offenheit, Ehrlichkeit und sicher auch Begeisterung für die Community eine Nähe in der Distanz zu finden, darin liegt die Herausforderung.
Heute nahm ich zusammen mit knapp 20 weiteren Teilnehmern an dem zweiten Workshop im Rahmen von UniMento teil. Das Programm bietet für ausgewählte Studierende der Universität Augsburg ein Jahr lang Mentoring zur Förderung der beruflichen Integration. Als Mentoren tauschen sich Fachkräfte aus dem jeweiligen Berufsziel der Teilnehmer regelmäßig mit uns Mentees aus. Parallel dazu finden Workshops zu berufsrelevanten Themen statt. Der erste Workshop im Februar beinhaltete ein ausführliches Gendertraining. Im Rahmen des zweiten Workshop erhielten wir die Gelegenheit, unsere persönlichen Stärken zu ermitteln, zu analysieren und im Hinblick auf unsere Karriereziele zu reflektieren.
Angeleitet von der Trainerin Alexandra Hagemann aus der Agentur IRIS HAAG® Training & Beratung nutzten wir das G.R.E.I.K. Stärkeprofil®, um eine individuelle Orientierung über acht Hauptstärken auf den beiden Achsen extrovertiert-introvertiert und sachorientiert-menschorientiert zu ermitteln. Angenehm an der Methode finde ich, dass ihre Ergebnisse keine Einordnung in feste Kategorien von Persönlichkeitstypen implizieren, sondern nur persönliche, veränderliche Persönlichkeitstendenzen darstellen. Mir hat die Diskussion des Stärkeprofils in der Gruppe geholfen, meine eigenen Stärken besser zu reflektieren. Ich glaube auch, dass ich eine wertvolle Orientierung erhalten habe, meine eigenen Stärken gegenüber anderen Menschen besser zu artikulieren und mich gleichzeitig auf die Bedürfnisse anderer Menschen besser einzustellen. Dies wiederum führte dazu, dass ich im Workshop ein höheres Selbstbewusstsein im Sinne eines Selbst-Bewusst-Seins entwickelte. Was ich darüber hinaus mitgenommen habe, ist, dass man eigene Stärken nicht unterdrücken kann. Deshalb ist es wichtig, einen Abgleich zwischen ihnen und der angestrebten Arbeitsstelle vorzunehmen. Weiterlesen »
Seit November 2009 erhalte ich eine Förderung im Rahmen von UniMento. Das Teilprojekt des Gender Mainstreaming-Programms der Universität Augsburg verfolgt zwei Ziele: erstens die Unterstützung der Vorbereitung auf den Berufseintritt, zweitens die Erweiterung vonSchlüsselkompetenzen (Kommunikation, Networking, Selbstpräsentation, Sensibilisierung für geschlechterstereotype Verhaltensweisen). Die Förderung arbeitet mit Peer-Mentoring, d.h. Beratung und Unterstützung durch Mentoren aus dem angestrebten Berufsfeld, sowie mit begleitenden Workshops. Anfang dieser Woche absolvierte ich dazu zusammen mit 14 weiteren TeilnehmerInnen von UniMento ein zweitägiges Gendertraining. Die Coaches waren Simone Schönfeld und Lutz Schiffel von Cross Consult in München. Weiterlesen »
Jobmixer ist eine seit Anfang diesen Jahres bestehende Online-Application zur Verwaltung von Bewerbungsunterlagen. Ich habe mich dort im Juni registriert, weil ich momentan wieder Bewerbungen für die Zeit nach meinem Masterstudium schreibe. Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich sagen: Jobmixer ist ziemlich praktisch. Unterlagen lassen sich hier zeitgemäß im Internet verwalten und problemlos als PDF exportieren. Die Killer-App könnte die automatisch generierte Bewerberseite sein, die mit jedem Browser aufgerufen werden kann. Aus meiner Sicht benötigt Jobmixer daneben noch weitere Features für die Verwaltung des Lebenslaufs: Publikationen, Vorträge, ein umfangreicheres Modul für ehrenamtliches Engagement sowie individuelle Einstellungen für den PDF-Export.
Trotz der vielversprechendes Basis rate ich derzeit von Jobmixer ab. Das liegt darin begründet, dass ich mich als Betatester empfinde. Auch nach einem längeren Update, während dem die Bearbeitung über eine Woche lang nicht verfügbar war, funktioniert derzeit der Bereich “Zeugnisse” in meinem Fall nicht korrekt. Ich möchte dreizehn auf Jobmixer geladene Dokumente im Bereich “Zeugnisse” meiner Bewerbersite veröffentlichen und es klappt trotz zweier Anfragen beim Support seit Juni nicht. Weiterlesen »