Archiv des Monats vom Juni, 2010

Wer zählt eigentlich in dieser Gesellschaft zur Leistungselite? Wie steigt man in die Leistungselite auf? Kann das jeder schaffen, unabhängig von der sozialen Herkunft? Hilft das deutsche Stipendiensystem dabei, soziale Ungleichheiten abzubauen oder verstärkt es diese im Gegenteil sogar noch? Fragen wie diese waren Gegenstand einer Diskussionsrunde am 2. Juni in der Halle der Katholischen Hochschulgemeinde Augsburg. Vor Publikum trafen zwei Kontrahenten mit gegensätzlichen Positionen aufeinander: der Soziologe Prof. Dr. Michael Hartmann und Dr. Claudia Lücking-Michel, die Generalsekräterin des Cusanuswerks. Da mich die Thematik aktuell beschäftigt, nahm ich als Zuhörer an der Veranstaltung teil.

Herr Prof. Dr. Hartmann bezog in weiten Teilen eine Position gegen das bestehende Stipendiensystem in Deutschland. Auch einen Ausbau desselben lehnte er ab. Mit dem bestehenden Fördersystem gelinge ist nicht, soziale Unterschiede auszugleichen. Tatsächliche zeigten Untersuchungen, dass es benachteiligende soziale Muster reproduziere. Bafög sei das einzige System, welches spürbar zu einer Ausweitung des Anteils von Arbeiterfamilien im Bildungssystem führe. Eine Ausweitung von Stipendien führe dagegen zu einer weiteren Verschärfung der sozialen Unterschiede. So werden bevorzugt diejenigen für Stipendien vorgeschlagen, die schon früh auf Leistung sozialisiert und für die Auswahlkriterien des Stipendiensystems getrimmt sind. Diese verstärke erneut die soziale Selektion. Weiterlesen »

Früher oder später sind alle Studierenden auf der Suche nach einem Thema für die Abschlussarbeit. Ich selbst habe im Bachelorstudium lange hin und her überlegt. Ich legte mich erst kurz vor dem Tag fest, an dem ich das Vorhaben im Kolloquium vorstellte. Welchen Aufbau die Arbeit haben sollte und welche Methode ich dabei anwenden wollte – dass wusste ich schon früh. Schwieriger fiel mir die Suche nach einem geeigneten Forschungsgegenstand und den dazu passenden Fragestellungen.

Eine wertvolle Orientierung waren mir dabei vier Arbeiten aus meinem Studiengang, die wir mit den allerersten Beiträgen auf w.e.b.Square verfügbar machten. Alle vier waren mit sehr guten Ergebnissen in dem Gutachterprozess hervorgegangen. Nachdem ich mich in die Texte eingelesen hatte, fiel es mir leichter mich bei meiner eigenen Arbeit zu entscheiden.

Acht weitere solcher ausgezeichneter Werke finden sich in der Ausgabe 03/2010 von w.e.b.Square, die wir gestern eingepflegt haben. Die Anmeldetermine für Abschlussarbeiten stehen schon wieder an. In der Redaktion haben wir uns deshalb entschieden, genau zu diesem Zeitpunkt einige der besten der vergangenen Semester verfügbar zu machen.