Archiv für den Tag 'Abschlussarbeit'

Früher oder später sind alle Studierenden auf der Suche nach einem Thema für die Abschlussarbeit. Ich selbst habe im Bachelorstudium lange hin und her überlegt. Ich legte mich erst kurz vor dem Tag fest, an dem ich das Vorhaben im Kolloquium vorstellte. Welchen Aufbau die Arbeit haben sollte und welche Methode ich dabei anwenden wollte – dass wusste ich schon früh. Schwieriger fiel mir die Suche nach einem geeigneten Forschungsgegenstand und den dazu passenden Fragestellungen.

Eine wertvolle Orientierung waren mir dabei vier Arbeiten aus meinem Studiengang, die wir mit den allerersten Beiträgen auf w.e.b.Square verfügbar machten. Alle vier waren mit sehr guten Ergebnissen in dem Gutachterprozess hervorgegangen. Nachdem ich mich in die Texte eingelesen hatte, fiel es mir leichter mich bei meiner eigenen Arbeit zu entscheiden.

Acht weitere solcher ausgezeichneter Werke finden sich in der Ausgabe 03/2010 von w.e.b.Square, die wir gestern eingepflegt haben. Die Anmeldetermine für Abschlussarbeiten stehen schon wieder an. In der Redaktion haben wir uns deshalb entschieden, genau zu diesem Zeitpunkt einige der besten der vergangenen Semester verfügbar zu machen.

Jan

Fachfremde Korrektur

KorrekturEs ist gerade einmal vier Wochen her, dass ich meine Masterarbeit im Prüfungsamt der Universität Augsburg abgab. Nun sitze ich schon an der nächsten Abschlussarbeit. Nur diesmal nicht an meiner eigenen, sondern an der einer Freundin. Der Text aus dem Fachbereich Europäische Kulturgeschichte steht kurz vor der Fertigstellung. Meine Aufgabe war es, seine inhaltliche Struktur noch einmal zu prüfen und auf Unklarheiten hinzuweisen.

In meiner Tätigkeit für w.e.b.Square habe ich schon viele Abschlussarbeiten gelesen, die wir in den Ausgaben des Online-Magazins veröffentlichten. Texte von Studierenden aus Fächern ohne Medienbezug habe ich dagegen bisher kaum bearbeitet. Umso interessanter war die Lektüre über das Tafelzeremoniell im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Mir fiel vor allem auf, dass sich der Text deutlich erzählerischer gestaltete, als ich es aus anderen Fachbereichen gewohnt bin. Das ist logisch, geht es doch darum, umfangreiche historische Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Interessanterweise ist trotzdem, so habe ich mir sagen lassen, eine möglichst verschachtelte Satzstruktur erwünscht. Unter einigen Lehrenden scheint die Ansicht verbreitet zu sein, ein für den Laien möglichst unverständlicher Text sei ein Qualitätsmerkmal. Diese Disparität zwischen notwendiger Anschaulichkeit und erwünschter Sperrigkeit finde ich bemerkenswert.

Da war ich froh, dass sich die mir vorliegende Arbeit nicht unbedingt an diese Vorgaben hielt. Der Text war nicht nur interessant und fachlich fundiert, sondern auch flüssig zu lesen. Ich habe bis zu den letzten Seiten hin gerne an der Korrektur gearbeitet und so zu einem hoffentlich gelungenen Studienabschluss beitragen können.

Foto: sxc.hu | Guillermo Alvarez

Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation