Archiv für den Tag 'AStA'

Audimax in AugsburgSeit Wochen besetzen Studierende in Österreich, Deutschland und im Ausland die Hörsäle ihrer Hochschulen. Mein Studium ist bereits beendet, trotzdem habe ich kurz nach Beginn der zweiten Protestwelle in diesem Jahr mehrmals die Plenumssitzungen im Augsburger Audimax besucht. Ich hatte den Eindruck, dass die Besetzung ehemals zerstrittene Gruppen vereinte; Neben Vertretern des Aktionsbündnisses für freie Bildung (CONTRA) und politisch aktiven Studierenden gehören auch Ehemalige des Allgemeinen Studierendenausschusses zum harten Kern der Besetzer. Darüber hinaus gab es Solidaritätsbekundungen aus Lehrstühlen und Professuren. Mehrmals in jeder Woche hielten Lehrende Vorträge zu (bildungs-)politischen Themen.

Bemerkenswert fand ich einen Vortrag von Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel von der Europäischen Ethnologie/Volkskunde. Sie sagte offen, die Mitarbeiter der Hochschulen seien nach den Beschlüssen von Bologna 1999 unzureichend informiert gewesen. Daher seien sie auch unzureichend darauf vorbereitet, den eingeleiteten Prozess umzusetzen. Bologna habe das Gegenteil seines Ziels erreicht: Statt einem einheitlichen Bildungsraum in Europa sei es nun sogar schwieriger als zuvor, Auslandsemester zu organisieren. Die Umsetzung der Modularisierung sei chaotisch. Gleichzeitig warnte sie davor, lediglich die Rückkehr zur Universität von 1999 zu fordern. Das alte Hochschulsystem sei alles andere als perfekt gewesen. Stattdessen sollte der Bologna-Prozess reformiert werden. Weiterlesen »

Jan

Keine weitere Amtszeit im AStA

AStAVor zwei Wochen habe ich mir überlegt, noch einmal für eine weitere Amszeit als Öffentlichkeitsreferent des AStA zu kandidieren. Fortsetzen wollte ich die Arbeit an der Internetpräsenz und an Demokratix in diesem Rahmen. Jetzt habe ich mich entschlossen, nicht noch einmal zu kandidieren. Hintergund ist, dass ich bis Februar 2010 an Werktagen um 7:30 Uhr am Bahnhof stehe und gewöhnlich um 20:00 Uhr von einem Praktikum aus München zurück komme. Am Wochenende arbeite ich an meiner Masterarbeit weiter. Außerdem habe ich noch eine Reihe von Projekten, die ich derzeit parallel dazu abschließe. Da bleibt einfach nicht genug Zeit für den AStA. Es bleibt deshalb bei meiner vorherigen Zusage, dass ich als freier Mitarbeiter ein wenig bei der Internetpräsenz mitdenke und als Ansprechpartner zur Verfügung stehe.

Generation-DSeit einigen Monaten bin ich in meiner Freizeit an einem Projekt beteiligt, mit dem wir an der Universität Augsburg die Mitbestimmungsmöglichkeiten von Studierenden und die allgemeine Transparenz bei der Verteilung von Studiengebühren verbessern möchten. Angesprochen auf eine Mitarbeit wurde ich ursprünglich als Vertreter des AStA. Mittlerweile bin ich so von dem Projekt begeistert, dass ich es als Chance sehe, einer guten Idee auf die Beine zu helfen: Die netzbasierte Mitbestimmungplattform “Demokratix” soll es Studierenden ermöglichen, Verbesserungsbedarf aus ihrer Sicht in den jeweiligen Fachbereichen aufzuzeigen und Vorschläge zu ihrer Lösung einzureichen. Über die diese Lösungsvorschläge kann die Studierendenschaft anschließend abstimmen. Bei der Verteilung von Studienbeiträgen wiederum erhält die Hochschulleitung für ihre Entscheidungendie Gelegenheit, sich an bereits durchdachten Ideen orientieren. Die Studierenden erhalten anschließend einen Überblick, welche ihrer favorisierten Lösungsvorschläge bei der Verteilung von Studienbeiträgen berücksichtigt wurden. Weiterlesen »

Jan

Der Olymp-AStA

AStAIn seiner konstituierenden Sitzung wählte der studentische Konvent gestern die wichtigsten Positionen im AStA. Wie sich zeigte, schlägt sich das Wahlergebnis in deren Verteilung nieder: Die Liberale Hochschulgruppe (47,56 Prozent) übernimmt drei der fünf aus dem Konvent zu besetzenden Plätze, die beiden übrigen gehen an Vertreter der Fachschaft Jura. Das ist eine Revolution im AStA. Nachdem mehrere Jahre lang die Studierendenvertretung stets mehrheitlich mit Vertretern aus den philosophischen oder philologischen Fakultäten besetzt war, bildet deren Spitze nun ab dem Wintersemester 2008/2009 ein Quintett aus Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern. Das bringt möglicherweise Konflikte mit sich.

Der Campus der Universität Augsburg ist in der Wahrnehmung vieler Studierender zweigeteilt. Im Tal befinden sich ältere Gebäude, in denen die beiden Phil-Fakultäten untergebracht sind. Auf einem Hügel sind neuere, hellere und schönere Einrichtungen gebaut. Dort befinden sich Fakultäten für Jura und Wirtschaftswissenschaften. Der Hügel wird unter den Studierenden “Olymp” genannt, weil man an der besseren Ausstattung sehen kann, welche Fachbereiche die höhere gesellschaftliche Anerkennung besitzen.

War der AStA früher lange in der Hand von Studierenden aus dem Tal, haben nun Studierende vom Olymp den AStA übernommen. Darin liegt schon die erste Herausforderung des neuen Olymp-AStA: den Studierenden im Tal zu zeigen, dass sie nicht abgehoben über ihnen schweben, sondern sich auch für den Rest der Studierendenschaft engagieren.

Jan

Ergebnisse der Hochschulwahl

HochschulwahlWie bei Norbert bereits berichtet liegen die Ergebnisse der Hochschulwahl vom 23. und 24. Mai nun vor. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) stellt die ausführlichen Ergebnisse und eine Zusammenfassung auf seiner Internetpräsenz zur Verfügung. Ich plane bis zum Ende der Woche noch einen kurzen Rückblick auf den Wahlkampf aus meiner Sicht. Bis dahin hier schon einmal mein allgemeiner Kommentar zur Wahl.

Die Liberale Hochschulegruppe (LHG), auf deren Liste ich kandidierte, hat mit 47,56 Prozent der Stimmen für die Wahl der direkt zu wählenden Vertreter im studentischen Konvent ein grandioses Ergebnis eingefahren. Der Wahlgewinner LHG besetzt damit sieben der 14 direkt zu wählenden Sitze. Weitere 14 Sitze werden von jeweils zwei gewählten Vertretern der sieben Fakuläten der Universität gestellt. Zwischen diesen und der LHG bestehen bereits gute Kontakte. Komplettiert wird der 29-köpfige Konvent vom Vertreter in der Erweiterten Universitätsleitung. Wie ich vergangene Woche bereits schrieb, setzte sich auch bei der Wahl für dieses wichtige Amt mit Norbert Restel ein Vertreter der LHG durch.

Die Wahlbeteiligung mit einem Durchschnitt von 18,51 Prozent wirkt niedrig, liegt im bundesweiten Durchschnitt laut Sprecherrat aber im oberen Drittel. Die stärkste Wahlbeteiligung ist in der Katholisch-Theologischen Fakultät mit 33,20 Prozent verzeichnet, während die Philologisch-Historische Fakultät mit 11,67 Prozent das Schlusslicht bildet. Hier kann noch mehr erreicht werden, vor allem durch eine bessere Öffentlichkeitsarbeit durch den neu gewählten studentischen Konvent. Studentische Vertreter haben im Augsburger Modell bayernweit vergleichsweise umfangreiche Mitspracherechte und vor allem ein einzigartiges Vetorecht. Deshalb ist eine Teilnahme an der Wahl sinnvoll. Das muss auch so vermittelt werden.

AStAMich erreichte als Vertreter des AStA ein Anliegen von einem Studierenden der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät zur Briefwahl an der Universität Augsburg. Er beantragte direkt nach Erhalt des neuen Studentenausweises und der Wahlbenachrichtigung im Februar die Briefwahl. Die Unterlagen erhielt er am Samstag, den 20. Juni 2009 mit einem Portostempel vom 16. Juni. Den Eingang  der Unterlagen drei Tage vor der Wahl am 23. Juni hält er für sehr kurz.

Ich habe mich deshalb mit der Studentenkanzlei in Verbindung gesetzt. Sie teilte mir mit, der Versand der Briefwahlunterlagen richte sich nach einem durch gesetzliche Grundlagen vorgegebenen Zeitplan. Danach war erst ab dem 15. Juni die Möglichkeit gegeben, die Briefwahlunterlagen zu versenden. Am 16. Juni wurden dann auch alle Briefwahlunterlagen versandt. Ein Versenden der Unterlagen vor dem 15. Juni sei nicht möglich, auf die Beförderungszeiten der Post habe die Universität keinen Einfluss.

Unabhängig davon, ob es eine gesetzliche Vorgabe ist, halte ich ein Zeitfenster für die Briefwahl von neun Tagen vor der Wahl ebenfalls für zu kurz. Wer in der Woche der Wahl nicht die Unterlagen an seiner Heimatadresse in Empfang nehmen kann, dem bleibt die Teilnahme an der Wahl verwehrt. Das führt den Sinn der Briefwahl ad absurdum. Zum Vergleich: In der letzten Europawahl betrug das Zeitfenster drei Wochen. Im Rahmen der wöchentlichen AStA-Sitzung diskutierten wir, was wir in dieser Angelegenheit etwas unternehmen können.

Wir einigten uns darauf, dass der AStA-Vorsitz noch einmal in der Verwaltung vorstellig wird, um den Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu besprechen. Weiterhin habe ich noch einmal vom AStA-Öffentlichkeitsreferat die Studierendenvertretung kontaktiert, weil wir Lieferzeiten der Briefwahlunterlagen von fünf Tagen nicht für zumutbar halten. Nach unseren Informationen sammelt der jetzige Vertragspartner die Versandartikel der Universität zunächst, bis genügend für eine Auslieferung zusammen sind. Verzögerungen der Briefwahl kommen unserer Vermutung nach dadurch zustande. Für die Briefwahl benötigt man daher ein anderes Verfahren.

Jan

Hochschulwahl 2009

HochschulwahlAm 23. und 24. Juni 2009 findet die jährlichen Hochschulwahl an der Universität Augsburg statt. Die immatrikulierten Studierenden wählen ihre Studierendenvertreter im studentischen Konvent, in den Fachschaftsvertretungen (häufig StuRa genannt) und in der erweiterten Universitätsleitung. Die Wahlbeteiligung ist traditionell gering, was ich bedauerlich finde. Von Seiten der Hochschulgruppen begegnen mir in in diesem Zusammenhang seit Jahren immer wieder ähnliche Deutungsmuster, woran das liege: zu wenig Werbeplakate. Was nicht stimmt, so meine ich.

Es liegt nicht am Umfang der Öffentlichkeitsarbeit. Wer in der Zeit des Wahlkampfs mindestens einmal über den Campus läuft, wird den Gesichtern der Kandidaten auf den überall geklebten Plakaten nicht entgehen. Jeder weiß, dass Hochschulwahl ist, daran liegt die geringe Wahlbeteiligung nicht. Es liegt meiner Ansicht nach daran, dass die Hochschulgruppen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit in den langen Monaten zwischen den Wahlen an der Universität zu wenig präsent sind. Warum unbekannte Gesichter wählen, die alle zwölf Monate einmal kurz um Aufmerksamkeit buhlen, um danach für den Rest der Legislaturperiode in der Versenkung zu verschwinden? Warum man doch wählen sollte, möchte ich kurz ausführen. Weiterlesen »

AStAIch habe eben in meiner Übersicht nachgeschaut und festgestellt, dass ich zuletzt im Schnitt 34 pro Monat in den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität Augsburg investiert habe. Gezählt habe ich in den letzten sieben Monaten alle Stunden, in denen ich für den AStA konzentriert vor dem Rechner saß, Termine wahrnahm oder mich an Veranstaltungen beteiligte. Ich notiere für Arbeitszeiten für meine Stellen an der Universität, deshalb ist der Aufwand für mich gering, auch die Zeiten für das ehrenamtliche Engagement am selben Ort zu notieren.

Im Hinblick auf die durch zwei Stellen, zwei Forschungsprojekte und weitere private Projekte verzögerte Masterarbeit habe ich deshalb beschlossen, diesen Zeitaufwand für den Rest meiner Amtszeit auf 20 Stunden pro Monat zu reduzieren. Ich möchte endlich voll in die Materie einsteigen und dazu muss ich in anderen Bereichen zurückstecken. Nach einer ruhigen Zeit im März diesen Jahres gab es zum Beginn des Sommersemesters wieder viel zu tun. Im vergangenen Semester habe ich schon einmal relativ erfolgreich versucht, mich nach dem anstrengenden Relaunch der Internetpräsenz des AStA im November zurückzunehmen. Mir macht die Arbeit nur manchmal zu viel Spaß, um aufzuhören – auch wenn man ich manchmal mit unangenehmen Erfahrungen konfrontiert war. Weiterlesen »

imbIn der vergangenen Woche habe ich mit der Professur für Medienpädagogik die Aufnahme meines Open-project-Szenarios “Blitzumfrage zum Augsburger Modell” in das Begleitstudium Problemlösekompetenz im Sommersemester 2009 abgesprochen. Studierende aus dem Studiengang Medien & Kommunikation können das Projekt mit 4 LP im Begleitstudium Problemlösekompetenz und mit 2 LP im Nebenfachbereich ihres Curriculums anrechnen lassen. Studierende aus anderen Fachbereichen können mit 4 LP im Begleitstudium teilnehmen. Für die erfolgreiche Durchführung der Befragung kann ich zusätzlich ein Zertifikat des Öffentlichkeitsreferats des AStA ausstellen. Die Anmeldung zum Projekt ist ab morgen möglich im Digicampus oder direkt bei mir.

Worum geht es in dem Projekt? Im Sommersemester 2009 finden an der Universität Augsburg Hochschulwahlen statt. Neben der in jedem Semester stattfindenden Vollversammlung sind sie das wichtigste Instrument studentischer Mitbestimmung. Das Projekt ermittelt in einer Blitzumfrage auf dem Campus und in weiteren Einrichtungen der Universität, ob die Studierenden über das Augsburger Modell der studentischen Mitbestimmung informiert sind. Dazu befragt jeder Teilnehmer Studierende mit einem gemeinsam entwickelten Fragebogen. Die Ergebnisse werden im Anschluss an die Hochschulwahlen im Juni publiziert. Weiterlesen »

AStASeit meinem letzten Beitrag über die öffentliche Wahrnehmung der Studierendenvertretung der Universität Augsburg habe ich per E-Mail viele Zuschriften erhalten und 30 bis 40 Nachrichten mit Mitgliedern des AStA und der Hochschule ausgetauscht. Gefreut haben mich vor allem einige sehr persönliche Texte. Das war überwältigend, danke dafür! Gestern habe ich mich mit einem hochschulpolitischen Vertretergetroffen und dabei die Lage partizipatorischer Strukturen auf der Ebene der Studierendenschaft diskutiert. Aus diesen Anregungen habe ich heute einen Vorschlag zur Überarbeitung der bestehenden Referatsstruktur des AStA entwickelt, der einige der Probleme aus meiner Sicht lösen könnte. Die Struktur kommt  beispielsweise an der RWTH Aachen erfolgreich zum Einsatz. Eine Satzungsänderung des AStA der Universität Augsburg ist dazu nicht notwendig, trotzdem werde ich diesen Vorschlag an die Mitglieder des studentischen Konvents richten. Weiterlesen »

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