Archiv für den Tag 'Bloggen'

BlogPhilip hat sich im Anschluss an ein Seminar an der Universität Augsburg mit Bloggen als Prüfungsleistung auseinandergesetzt. Sein Beitrag fasst aus seiner eigenen Perspektive Stolpersteine zusammen, mit denen sich Studenten konfrontiert sehen können. Diese Einschätzung reichert er mit theoretischem Hintergrundwissen an. Seine Ausgangsthese ist, Blogs in der Hochschulbildung förderten zwar das eigenständige Denken und Entscheiden, Beiträge für die Universität zu schreiben mache aber keinen Spaß. Der Frage, warum dies so ist, nähert er sich auf Grundlage des Zürcher Modells der sozialen Motivation.

Als mögliche Stolpersteine beim Bloggen als Prüfungsleistung identifiziert er geringe Selbstbestimmtheit der Autoren, fehlende Gemeinschaft der Autoren, Unsicherheit infolge eines mangelnden Gefühls eigener Kompetenz im Bezug auf das Thema, über das gebloggt werden soll, sowie Unklarheiten im Bezug auf Rahmenbedingungen, wie oft, in welchem Umfang und mit welchen Inhalten gebloggt werden soll oder im Bezug auf die Bewertungskriterien, die von Dozenten angelegt werden. Die Studierenden in seinem eigenen Seminar hätten sich mehr Anleitung, klare Rahmenbedingungen und ein verbindliches Bewertungsraster gewünscht.

Ich kenne diese Stolpersteine beim Bloggen als Prüfungsleistung aus meiner eigenen Studienzeit. Deshalb finde ich es gut, dass Philip sie im Anschluss an sein Seminar zusammenfasst. Für Dozenten nützlich ist darüber hinaus seine Empfehlung für ein vorliegendes Bewertungsschema der TU Ilmenau. Es eignet sich als Orientierung bei der Konzeption von Seminaren.

Foto: sxc.hu | Svilen Milev

Jan

Umstieg auf Netvibes

netvibesEigentlich wollte ich mir nur einen RSS-Reader einrichten. Ich habe Jahre lang Feeds stets in die Lesezeichen-Symbolleiste von Firefox eingebebunden und war zufrieden damit. Seit einiger Zeit wollte ich aber nun doch eine andere Lösung ausprobieren; Ein bequemerer Überblick sollte her. Nachdem ich mehrere Add-Ons für Firefox durchprobiert hatte und mir keines davon besonders zusagte, habe ich stattdessen lieber gleich die Art, wie ich mich im Netz bewege, komplett umgestellt.

Seit heute nutze ich Netvibes, um RSS-Feeds, Twitter, Facebook, E-Mail und weitere Web-Applications auf einer Startseite zu bündeln. E-Mail funktioniert wegen meinem exotischen Hoster leider noch nicht so ganz und soweit ich bisher ermitteln konnte, fehlt ein Widget für XING, ansonsten bin ich aber bisher sehr zufrieden mit dem Service. Alle abonnierten RSS-Feeds kann ich jetzt auf einer einzigen, individuell gestaltbaren Seite schnell überblicken. Angenehm finde ich, dass man ganze Abonnements mit einem Klick als komplett gelesen markieren kann.

Ich weiß, dass es ähnliche Lösungen für RSS mit anderen Vorteilen gibt. Mich überzeugt das System aber darüber hinaus dadurch, dass ich von einer Seite aus meinen Twitter-Feed und meinen Facebook-Stream verwalten kann. Ich kann sogar auf  Tweets direkt antworten und neue schreiben. Selbiges gilt für Facebook. Für mich ist das ideal. Jetzt fehlt mir nur noch eine Möglichkeit, von Netvibes aus meinen HomeBlog mit Inhalten füllen zu können.

Jan

Warum ich blogge

Mir hat es immer schon Spaß gemacht, Gedanken und Ideen aufzuschreiben. Bereits vor meiner Schulzeit benutzte ich dicke, in Kunstleder eingebunde Terminkalender meines Großvaters, die ich mit bunten Zeichnungen und etwas Text füllte. Über Comics aus der örtlichen Bibliothek (hauptsächlich Asterix, Lucky Luke und Prinz Eisenherz) hatte ich mir erste Schrifterfahrungen beigebracht, die für einzelne Wörter und Sätze reichten. Eine der glücklichsten Zeiten meines Lebens verbrachte ich während eines verregneten Sommerurlaubs im gemütlichen Innenraum des Wohnwagens meiner Eltern, wo ich dutzende Seiten mit Bildern, kleinen Geschichten und Konzepten für Brettspiele füllte. Einige Zeit später bekam ich zum sechsten Geburtstag ein Tagebuch geschenkt, in dem ich über mehrere Jahre meine Erlebnisse festhielt. Orthographisch waren die Texte natürlich recht eigenwillig, sie erinnern mich aber an einzelne Episoden aus meinem Leben, die ich sonst längst vergessen hätte, und sie rufen mir ins Gedächtnis, wie anders mein Alltag damals strukturiert war.

Wenn ich richtig zähle, ist dies seit 2005 mein viertes Blog. Ich fange nun wieder an, zu schreiben, um mich an Gedanken und Ideen zu erinnern, um sie zu kommentieren, zu reflektieren und zu analysieren. Ich möchte mindestens an jedem Sonntag in der Woche über neue Erfahrungen berichten. Inhaltlich lege ich den Fokus vorrangig auf mein Studium im Studiengang Medien und Kommunikations an der Universität Augsburg, meine Forschungsinteressen und meine Karriere. Das Blog sehe ich einerseits als persönliches Reflexionswerkzeug, andererseits erhoffe ich mir, über Kommentare Anregungen zu meinen Interessen zu erhalten.