Das war es also, das diesjährige Augsburger Kunstlabor lab.30 im Kulturhaus Abraxas und in der Kantine. Zwei Tage habe ich die Veranstaltung besucht. Die Mischung aus elektronischer Kunst, Konzerten und Vorführungen zieht mich immer wieder in den Bann. Auch in diesem Jahr habe ich den Besuch genossen. Am Freitag haben wir uns auf die Ausstellung konzentriert, am Samstag stand die Clubnacht im Vordergrund. Meine Favoriten waren die interaktiven Installationen Innen und Außen und Kühlrippenmessluftschnüffelleuchtstofforgel sowie die Elektro-Retro-Roboter-Punk-Trash-Formation Sputnik Booster & The Future Posers. Weiterlesen »
Das Adjektiv “proprietär” kenne ich aus einem der ersten Sachbücher, die ich mir vor fast zehn Jahren allein aus eigenem Interesse gekauft habe. Wendy Goldman Rohms “Die Microsoft-Akte” habe ich damals als anstrengend zu lesen, aber gleichzeitg als ungemein spannend empfunden. Es ging um die Ermittlungen der amerikanischen Justiz- und Kartellbehörden gegen die marktbeherrschende Stellung von Microsoft in den 1990er-jahren und darum, wie Microsoft systematisch Konkurrenten mit legalen und illegalen Methoden aus dem Wettbewerb drängte. Das in der Publikation beschriebene Szenario einer “Herrschaft über die Informationsgesellschaft” konnte Microsoft nicht erreichen, trotzdem haben wir auch heute Monopole in zentralen Anwendungsbereichen. Diese wirken sich in der beinahe ausschließlichen Benutzung von proprietärer Technik anstelle von mitterweile oft gleichwertigen freien Lösungen aus. Das Umdenken dauert noch an. Das spürt man auch an der Hochschule. Weiterlesen »
Wie bei Sandra, Alex und Tami bereits berichtet, ist gestern die Ausgabe 02/2009 von w.e.b.Square erschienen. w.e.b.Square ist ein studentisches Online-Magazin, an dem ich seit 2006 mitarbeite, erst im Rahmen des Begleitstudium Problemlösekompetenz, später in der Redaktion. Nach dem Relaunch 2008 dürfte dies die umfangreichste Ausgabe sein. Der Titel ist “Das Salz in der Suppe? Medien, PR und ihre Wirkungen auf unterschiedliche Rezipienten”, der Fokus liegt damit zum ersten Mal im Bereich der Professur für Kommunikationswissenschaft der Universität Augsburg. Nach einem Editorial von Florian Ranner folgen Beiträge zu Marketingprojekten im Internet, empirische Analysen von Öffentlichkeitsarbeit, Einblicke in journalistische Redaktionsstrukturen und Arbeiten zur Politik-PR. Die Texte stammen von Studierenden der Medien und Kommunikation in Augsburg. Da der Studiengang relativ klein ist, kenne ich die meisten der Autorinnen und Autoren persönlich, mit einigen habe ich vor einiger Zeit ihre Arbeiten diskutiert.
w.e.b.Square als Modell zwischen Studium und freier Bildungsressource ist übrigens 2008 auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) 2008 mit dem Best Paper Award ausgezeichnet worden. Dieses Jahr ist das Projekt Finalist in der Kategorie III – Public Relations des European eLearning Award 2009. Dazu ist vor kurzem ein kurzer Imagefilm entstanden, der das Motto “von Studierenden für Studierende” visualisiert. Konzept und Film werden heute auf der CeBIT in Hannover vorgestellt. Sandra hat in den vergangenen Jahren zusammen mit der Redaktion viel Energie in w.e.b.Square investiert, ich drücke ihr für das Finale die Daumen.