Die neue Ausgabe des studentischen Online-Magazins w.e.b.Square ist erschienen. Das Themenheft “Social Networks – eine schöne Bescherung?” enthält sechs Artikel über Social Networks. Sie fassen jeweils den konkreten Nutzen, besondere Anwendungsweisen oder theoretischen Grundlagen in den Blick. Die Beiträge stammen von Studierenden in Augsburg, Hohenheim und Hannover. Das Editorial schrieb dieses Mal Philip Meyer aus dem Studiengang Medien & Kommunikation. In meinem eigenen Beitrag mache ich mir Gedanken, wie wir uns Gedanken über soziale Netzwerke machen können.
Hinweisen kann ich an dieser Stelle außerdem gleich auf die dritte w.e.b.Square-Tagung am 22. Januar 2010. Die Vorträge schließen an das aktuelle Themenheft an und steht unter dem Motto “Bekannt, befreundet, vernetzt! Wie soziale Netzwerke unser Leben prägen”. Im Rahmen des Termins präsentieren Studierende aus einem Seminar des Instituts für Medien und Bildungstechnologie ihre Arbeiten. Details finden sich in der Pressemitteilung zur Veranstaltung sowie bei Tami.
Es fällt mir nie leicht, eine längerfristige Tätigkeit loszulassen, mit der ich mich Monate oder Jahre lang beschäftigt habe. i-literacy ist nun wieder so ein Projekt, von dem ich mich mit einem gewissen Wehmut verabschiede: Ich arbeitete von April 2008 bis September 2009 als wissenschaftliche Hilfskraft an der Entwicklung, Pilotierung und Evaluation des 2007 initiierten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts mit. Bedingt durch das Ende meines Studiums scheide ich zum 30. September aus Gruppe der Mitarbeiter aus.
i-literacy ist eine lernförderliche Infrastruktur mit dem Ziel, die überfachliche Informationskompetenz unserer Studierenden auf ein hohes akademisches Niveau zu bringen, ihre Leistungen im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens nachhaltig zu unterstützen und sie dadurch im Anschluss an ihr Studium gut vorbereitet in das Berufsleben zu entlassen. Das didaktische Rahmenmodell wurde in zahlreichen Publikationen und Vorträgen vorgestellt, zuletzt in meinem Vortrag im Rahmen der E-Learning 2009 in Berlin. Für einen umfassenden Überblick empfehle ich den aktuellen Arbeitsbericht.
Zum Ende meiner Tätigkeit möchte ich mich bei den beiden Projektleiterinnen Nina Heinze und Hannah Dürnberger für die stets angenehme, produktive Zusammenarbeit bedanken. Das war eine gut Zeit mit euch. Für mich war es eine wichtige Erfahrung, an dem Projekt mitarbeiten zu dürfen. Ich freue mich, wenn i-literacy weiter verstetigt, evaluiert und ausgeweitet wird.
Das war sie also, meine erste Teilnahme an einem wissenschaftlichen Kongress. Die Tagung E-Learning 2009 vereinte unter dem Titel “Lernen im Digitalen Zeitalter” Teilnehmer der 14. Europäische Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft, der 7. e-Learning Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Informatik und Nominierte für die 10. Verleihung des mediendidaktischen Hochschulpreises Medida-Prix.
Wir als Institut für Medien und Bildungstechnologie (imb) der Universität Augsburg hatten uns ebenfalls für den Medida-Prix beworben. Zusammen mit neun weiteren Projekten zogen wir in die Finalrunde ein. Im April diesen Jahres hatte ich außerdem zusammen mit Nina Heinze einen Beitrag für die Tagung eingereicht. Nun erhielt ich die Ehre, unsere lernförderliche Infrastruktur i-literacy am imb im Track “Nachhaltige Integration von Blended Learning” dem Publikum vorstellen zu dürfen.
Mein Vortrag vor ca. 60 Wissenschaftlern im Cambridge-Saal des Science & Conference Centers auf dem Campus der Freien Universität Berlin lief nach meinem Eindruck sehr gut. Die Nachfragen waren durchweg positiv. Ein Bedarf war zu spüren nach den Ergebnissen der laufenden Evaluationen der drei Säulen unseres Modells. Meine Empfehlung an das imb ist es deshalb, einen weiteren Forschungsbericht über messbare Erfolge des Projekts im kommenden Wintersemester zu publizieren.
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In einem Vortrag anlässlich des 100. Jubiläums des Magazins “The Progressive” in Madison, Wisconsin spricht Howard Zinn über gerechte Kriege. Der Historiker und Politikwissenschaftler ist vor allem für seinen Bestseller “A People’s History of the United States” bekannt. Als Bomberpilot im Zweiten Weltkrieg führte er seinen Befehle im Glauben an den Sinn das allgemein als notwendig und gut akzeptierten Krieges aus. Als er kurz nach dem erfolgreichen Abschluss seiner letzten Mission mit den Folgen der Bomben auf Tokio, Hiroshima und Nagasaki konfrontierte wurde, begann er über die Opfer seiner eigenen Bomben nachzudenken und über die Vorstellungen, die ihn zum Glauben an den gerechten Krieg geführt hatten.
Zinn adressiert in seinem Vortrag drei heilige Kriege der USA. Er meint damit nicht religiöse Kriege, sondern sakrosankte, also solche, die man nicht kritisieren darf, weil sie gerecht gewesen seien. Für ihn sind dies der amerikanische Unabhängigkeitskrieg, der Sezessionskrieg und der Zweite Weltkrieg. Wider die Unantastbarkeit fordert er einen kritischen, sorgfältig prüfenden Blick auf als gerecht idealisierte und romantisierte Kriege ein. Er fordert den Mut ein, Kriege zu kritisieren, die jeder als unkritisierbar akzeptiert hat. Zinn tut dies auf der Basis der Unterscheidung zwischen der gerechten Sache und dem gerechten Krieg. Weiterlesen »