Früher oder später sind alle Studierenden auf der Suche nach einem Thema für die Abschlussarbeit. Ich selbst habe im Bachelorstudium lange hin und her überlegt. Ich legte mich erst kurz vor dem Tag fest, an dem ich das Vorhaben im Kolloquium vorstellte. Welchen Aufbau die Arbeit haben sollte und welche Methode ich dabei anwenden wollte – dass wusste ich schon früh. Schwieriger fiel mir die Suche nach einem geeigneten Forschungsgegenstand und den dazu passenden Fragestellungen.
Eine wertvolle Orientierung waren mir dabei vier Arbeiten aus meinem Studiengang, die wir mit den allerersten Beiträgen auf w.e.b.Square verfügbar machten. Alle vier waren mit sehr guten Ergebnissen in dem Gutachterprozess hervorgegangen. Nachdem ich mich in die Texte eingelesen hatte, fiel es mir leichter mich bei meiner eigenen Arbeit zu entscheiden.
Acht weitere solcher ausgezeichneter Werke finden sich in der Ausgabe 03/2010 von w.e.b.Square, die wir gestern eingepflegt haben. Die Anmeldetermine für Abschlussarbeiten stehen schon wieder an. In der Redaktion haben wir uns deshalb entschieden, genau zu diesem Zeitpunkt einige der besten der vergangenen Semester verfügbar zu machen.
Twittern und Bloggen: Kennt jeder, macht jeder, gefällt jedem – ein alter Hut. Wirklich? Wie ist das, twittern und bloggen tatsächlich so viele Leute? Sind das die zukunftsweisenden Kommunikationsmittel unserer Zeit? Und die wichtigste Frage: Was bringt das alles überhaupt? Es ist ein kontroverses Thema, das wir in der neuen Ausgabe von w.e.b.Square behandeln möchten. Immer wieder beobachten wir heiß geführte Diskussionen um Sinn und Unsinn der gesamten Blogosphäre, um Wissenschaftlerblogs, um die Begrenzung der Zeichen bei Twitter und die befürchtete Verunstaltung der Sprache, um “sinnlose” Informationen, um den Nutzen der Kommentarfunktion und vieles mehr. Diese Liste könnte beinahe endlos fortgeführt werden und es wird deutlich: Hier besteht nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht Aufklärungs- und Kommunikationsbedarf, auch für emotional geführte Meinungsdebatten muss Raum geschaffen werden.
Deshalb wollen wir mit der w.e.b.Square-Ausgabe im Herbst 2010 neue Wege beschreiten: Neben wissenschaftlichen Arbeiten gibt es zu diesen kontroversen Themen nun auch die Möglichkeit, persönliche Ansichten kund zu tun: Was ist eure Meinung, welche Erfahrungen habt ihr bereits gemacht? Mit unserem aktuellen Call for Papers rufen wir Studierende zum Schreiben von zwei- bis dreiseitigen Plädoyers auf. Wissenschaftliche Arbeiten sollten eine Länge von ungefähr sechs bis acht Seiten haben. Die Redaktion von w.e.b.Square veröffentlicht Texte nach redaktioneller Sichtung in der Ausgabe vom Herbst 2010. Ich bin gespannt auf zahlreiche interessante Eingänge!
ittern und Bloggen: Kennt jeder, macht jeder, gefällt jedem – ein alter Hut. Wirklich? Wie ist das, twittern und bloggen tatsächlich so viele Leute? Sind das die zukunftsweisenden Kommunikationsmittel unserer Zeit? Und die wichtigste Frage: Was bringt das alles überhaupt?
Es ist ein höchst kontroverses Thema, das wir in der neuen w.e.b.Square-Ausgabe behandeln möchten. Immer wieder beobachten wir heiß geführte Diskussionen um Sinn und Unsinn der gesamten Blogosphäre, um Wissenschaftlerblogs, um die Begrenzung der Zeichen bei Twitter und die befürchtete Verunstaltung der Sprache, um „sinnlose“ Informationen, um den Nutzen der Kommentarfunktion und vieles mehr. Diese Liste könnte beinahe endlos fortgeführt werden und es wird deutlich: Hier besteht nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht Aufklärungs- und Kommunikationsbedarf, auch für emotional geführte Meinungsdebatten muss Raum geschaffen werden.
Deshalb wollen wir mit der w.e.b.Square-Ausgabe im Herbst 2010 neue Wege beschreiten: Neben wissenschaftlichen Arbeiten gibt es zu diesen kontroversen Themen nun auch die Möglichkeit, persönliche Ansichten kund zu tun: Was ist eure Meinung, welche Erfahrungen habt ihr bereits gemacht? Mit diesem Call rufen wir Studierende zum Schreiben von zwei- bis dreiseitigen Plädoyers auf. Wissenschaftliche Arbeiten sollten eine Länge von ungefähr sechs bis acht Seiten haben. Die Redaktion von w.e.b.Square veröffentlicht eure Texte nach redaktioneller Sichtung in der Ausgabe vom Herbst 2010. Wir freuen uns auf zahlreiche interessante Eingänge!
Mit Vergnügen habe ich in den letzten Wochen noch einmal Bastis vor zwei Jahren veröffentlichte Masterarbeit “Interaktivität in Erlebniswelten” gelesen. Mit einem außergewöhnlichen persönlichen Aufwand beschreibt er darin Erlebniswelten als Schöpfung künstlicher oder alternativer Realitäten, welche das intensive Erleben ihrer Besucher zum Ziel haben. Als Vorlage für seine Ausführungen dient ihm dabei vor allem das Konzept des Freizeitparks von Walt Disney Imagineering. Anhand dieses liefert er einen Überblick zu den Modelltypen von Erlebniswelten, vom rumpeligen Rundfahrgeschäft zur aufwändigen Safari in einer simulierten Savanne. Es gelingt ihm ausgesprochen gut, geschichtliche und theoretische Aspekte dieser Attraktionen zu einer anregenden Lektüre zu verbinden. Als zentrales Konzept arbeitet er dabei den Zusammenhang von Kontrolle und Kontrollverlust in Erlebniswelten heraus.
Kontrollverlust impliziert die Frage nach der Selbst- und Fremdbestimmung in einer Erlebniswelt. Besucher eines Freizeitparks geben freiwillig die Kontrolle über ihre Handlungen an die Gestalter des Parks auf: Im Besucherstrom wird man mittels Zäunen, Warteschlangen und Fast-Pass-Tickets gezielt durch die Anlagen geleitet, nach dem Einrasten des Bügels in der Geisterbahn ist man der Attraktion ausgeliefert. Mit diesem Spannungsfeld der ethisch fragwürdigen Beeinflussung von Menschenmassen setzt sich die Arbeit ebenso auseinander wie mit Möglichkeiten, Erlebniswelten über Fahr- und Schaugeschäfte hinaus interaktiver als bislang zu gestalten. Weiterlesen »
Wie bei Sandra schon berichtet ist seit gestern die neue Ausgabe 2010/02 von w.e.b.Square veröffentlicht. Acht Beiträge von Studierenden der Universität Augsburg diskutieren das Thema Corporate Social Responsibility (CSR) aus mehreren Perspektiven. Das Spektrum reicht von einer umfangreichen Bachelorarbeit über Seminarprotokolle bis hin zu konkreten Konzeptpapieren.
Diese Ausgabe ist die erste nach einem größeren Wechsel in der Redaktion. Langjährige Begleiter des Projekts verlassen uns zum Ende ihres Studiums oder weil sie die Arbeit an neue Universitäten zieht. Derzeit arbeiten sich neue, motivierte Leute in w.e.b.Square ein. Ich habe mein Studium ebenfalls abgeschlossen habe und kann an persönlichen Treffen im Institut für Medien und Bildungstechnologie voraussichtlich nicht mehr teilnehmen, trotzdem bleibe ich dem Projekt weiterhin treu. Mein Engagement verlagere ich nun mehr in den Bereich Administration und Content Management, den ich aus der Ferne gut mitbetreuen kann. Alex, der uns zusammen mit Gabi in Richtung der Universität der Bundeswehr in München verlässt, hat freundlicherweise eine umfangreiche Übergabe mit uns vorgenommen. Ich bin zuversichtlich, dass sich die neuen Strukturen bei w.e.b.Square einschleifen. Außerdem möchte ich versuchen, den Kontakt mit den Leuten zu halten, die uns jetzt verlasen, weil die Zusammenarbeit bei w.e.b.Square immer angenehm war. Macht’s gut und hoffentlich bis bald!
Wie Sandra und Tamara bereits berichteten ist seit heute Vormittag der neue und wie ich finde sehr gelungene w.e.b.Square-Imagefilm veröffentlicht. Ich schließe mich Sandra an: w.e.b.Square zeigt, dass Lehre an der Universität anregender, anspruchsvoller und praxisnaher umgesetzt werden kann als in Form der klassischen Doppelstruktur von Vorlesungen und Seminaren. Der von Studierenden der Medien & Kommunikation produzierte Film greift die jährliche w.e.b.Square-Tagung auf, die neben dem Online-Magazin und den Seminaren ein wichtiger Teil von w.e.b.Square ist. In diesem Jahr hatte die Tagung das Thema “Bekannt, befreundet, vernetzt”. Studentische Referenten und Gäste diskutierten darüber, wie soziale Netzwerke unser Leben prägen. Videomitschnitte der Tagung sind in w.e.b.Square abrufbar, die dazugehörige Ausgabe von w.e.b.Square steht ebenfalls frei zur Verfügung.
Wie soziale Netzwerke unser Leben prägen
Es ist gerade einmal vier Wochen her, dass ich meine Masterarbeit im Prüfungsamt der Universität Augsburg abgab. Nun sitze ich schon an der nächsten Abschlussarbeit. Nur diesmal nicht an meiner eigenen, sondern an der einer Freundin. Der Text aus dem Fachbereich Europäische Kulturgeschichte steht kurz vor der Fertigstellung. Meine Aufgabe war es, seine inhaltliche Struktur noch einmal zu prüfen und auf Unklarheiten hinzuweisen.
In meiner Tätigkeit für w.e.b.Square habe ich schon viele Abschlussarbeiten gelesen, die wir in den Ausgaben des Online-Magazins veröffentlichten. Texte von Studierenden aus Fächern ohne Medienbezug habe ich dagegen bisher kaum bearbeitet. Umso interessanter war die Lektüre über das Tafelzeremoniell im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Mir fiel vor allem auf, dass sich der Text deutlich erzählerischer gestaltete, als ich es aus anderen Fachbereichen gewohnt bin. Das ist logisch, geht es doch darum, umfangreiche historische Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Interessanterweise ist trotzdem, so habe ich mir sagen lassen, eine möglichst verschachtelte Satzstruktur erwünscht. Unter einigen Lehrenden scheint die Ansicht verbreitet zu sein, ein für den Laien möglichst unverständlicher Text sei ein Qualitätsmerkmal. Diese Disparität zwischen notwendiger Anschaulichkeit und erwünschter Sperrigkeit finde ich bemerkenswert.
Da war ich froh, dass sich die mir vorliegende Arbeit nicht unbedingt an diese Vorgaben hielt. Der Text war nicht nur interessant und fachlich fundiert, sondern auch flüssig zu lesen. Ich habe bis zu den letzten Seiten hin gerne an der Korrektur gearbeitet und so zu einem hoffentlich gelungenen Studienabschluss beitragen können.
Foto: sxc.hu | Guillermo Alvarez
Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
Die neue Ausgabe des studentischen Online-Magazins w.e.b.Square ist erschienen. Das Themenheft “Social Networks – eine schöne Bescherung?” enthält sechs Artikel über Social Networks. Sie fassen jeweils den konkreten Nutzen, besondere Anwendungsweisen oder theoretischen Grundlagen in den Blick. Die Beiträge stammen von Studierenden in Augsburg, Hohenheim und Hannover. Das Editorial schrieb dieses Mal Philip Meyer aus dem Studiengang Medien & Kommunikation. In meinem eigenen Beitrag mache ich mir Gedanken, wie wir uns Gedanken über soziale Netzwerke machen können.
Hinweisen kann ich an dieser Stelle außerdem gleich auf die dritte w.e.b.Square-Tagung am 22. Januar 2010. Die Vorträge schließen an das aktuelle Themenheft an und steht unter dem Motto “Bekannt, befreundet, vernetzt! Wie soziale Netzwerke unser Leben prägen”. Im Rahmen des Termins präsentieren Studierende aus einem Seminar des Instituts für Medien und Bildungstechnologie ihre Arbeiten. Details finden sich in der Pressemitteilung zur Veranstaltung sowie bei Tami.
Ich habe vor einigen Stunden die beiden Gutachten meines Artikels aus der w.e.b.Square-Chefredaktion erhalten. Beide Gutachten ziehen ein positives Fazit und empfehlen die Veröffentlichung mit geringfügigen Änderungen. Daher sitze ich gerade an der Umsetzung der Vorschläge. Die Gutachterinnen führen vier Anmerkungen zur logischen Struktur des Artikels und zu Quellenbelegen an. In diesem Zuge habe ich Daten aus der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie eingearbeitet und die Überschriften vollständig ausgetauscht. Eine Anmerkung betraf die Frage, ob ein sozio-technisches System Ziele haben kann. Das wäre in der Tat ein Punkt, den ich gerne mit der Gutachterin diskutieren würde. Ich habe zwei Beispiele hinzugefügt, um klarer zu machen, was ich damit meine.
Schließlich möchte ich die Gutachterinnen loben. Wenngleich eine Rückmeldung deutlich umfangreicher, kritischer und nützlicher für mich war, haben mir beide gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Autorinnen in beiden Fällen konstruktiv mit dem Text auseinander gesetzt hatten. Insofern war es ein gutes Beispiel, wie ein Peer Review in einem studentischen Kontext umgesetzt werden kann.
Nachdem ich den Prozess abgeschlossen habe, stellt sich mir allerdings eine Reihe von Fragen: w.e.b.Square soll dazu dienen, Studierende an wissenschaftliches Schreiben heranzuführen. Warum wenden wir dann das Verfahren einfach nur unverändert an? Wirkt es nicht möglicherweise einschüchternd, sogar abschreckend? Das Peer Review hat den Charakter einer Prüfung, in der anonyme Gutachter den eigenen Text kritisch durchleuchten. Den erheblichen Aufwand für diesen hat man neben dem Studium in seiner Freizeit investiert, nicht in einer Lehrveranstaltung. Warum sollte man das auf sich nehmen? Mich haben Recherche, Schreiben und Korrektur über einen Zeitraum von drei Monaten hinweg beschäftigt. Steht der Nutzen im Verhältnis zum Aufwand? Eine Betreuung erhält man während der Bearbeitung nicht. Sind die Einstiegshürden also zu hoch? Wie könnte man sie senken ohne die Texterstellung in den Kontext einen Seminars zu verlegen?

Nachdem der Call for Papers für die w.e.b.Square-Ausgabe zu sozialen Netzwerken vor zwei Wochen ausgelaufen ist, arbeiten wir nun an den Gutachten zu den eingereichten Beiträgen. Ich steuere als Redaktionsmitglied zu dieser Ausgabe neben einem eigenen Artikel zwei Gutachten bei. Beide Einreichungen, die ich bearbeitete, machten auf mich einen sehr guten Eindruck. Bei beiden habe ich einige Stellen angemerkt, an denen die Darstellung in einer geringfügigen Überarbeitung präzisiert werden sollte. Marginale Tipp- und Zitationsfehler dagegen können wir meiner Ansicht nach intern in der Redaktion ausbessern.
Ich habe schon schlechte Gutachten gesehen, die aus wissenschaftlichen Peer Reviews hervorgingen. Schlecht in dem Sinne, dass die Gutachter kaum etwas Konkretes zum Text schrieben und sich nicht ausführlich mit der Einreichung beschäftigt zu haben schienen. Da wurde in Einzelfällen lapidar geschrieben, der gesamte Inhalt sei “banal”, die Methoden “fehlerhaft”. Begründet am Text wurde dies allerdings nicht. Ebensowenig hilfreich für Autoren sind aber auch Gutachten, die einen Text einfach durchwinken, indem sie ihn einfach als “gelungen” bezeichnen – ohne weitere Angaben. Für w.e.b.Square wollte ich solide Gutachten liefern, auch wenn es meine erste Gutachtertätigkeit war. Dabei habe ich gelernt, warum andere Gutachter sich manchmal so wenig Mühe mit Einreichungen machen; Ich war überrascht von dem Aufwand, den man potentiell damit betreiben kann. Für eine ordentliche Rückmeldung zu einem lediglich fünf Seiten langen Beitrag benötigte ich mehr als drei Stunden.
Über den noch bis zum 15. Juli laufenden Call for Papers zum Themenheft von w.e.b.Square über soziale Netzwerke habe ich bereits berichtet. An der kommenden Ausgabe beteilige ich mich wieder mit einem eigenen Artikel. Darin entwerfe ich ein heuristisches Rahmenmodell über globale Ziele und Ergebnisse von sozialen Netzwerken, ihre technischen Strukturen und ihre humanen Prozesse. In diesem Modell verbinde ich verschiedene Systematisierungs- und Typisierungsansätze kollektiver Nutzeraktivitäten, die ich mir in den letzten Monaten aus der Fachliteratur angeeignet habe. Die Recherche hatte ich bereits im Mai abgeschlossen, aber es dauerte dann doch etwas länger, um den Artikel fertigzustellen. Heute habe ich einige letzte Korrekturen an dem Text vorgenommen und ihn dann zum Peer Review-Verfahren eingesandt. Ich bin gespannt auf die Einschätzung der studentischen Gutachter. Der Artikel erscheint voraussichtlich im Herbst in Ausgabe 04/2009 von w.e.b.Square.