My master’s thesis on Internet Bashing employed both quantitative and qualitative methods. Phase two of the three phases of the research surveyed a sample of n=155 users of the video sharing website YouTube. Quantitative data from this phase was used to contrast qualitative data from a semi-structured expert interview with Uwe Boll, chairman of Boll AG, and from an archival analysis of n=734 comment pages on YouTube. As the last question of the survey, I implemented an open question: “Is there one last thing you would like to say to the person conducting this survey?” In this blog post, I reply to comments the participants submitted when answering this question. Weiterlesen »
My master’s thesis “Us Against You – Internet Bashing as the group dynamic of public invective targeting the movie director Uwe Boll on the video sharing website YouTube” is finally finished. I evaluated 119 publications since October 2007 and since November 2009, I spent 9 to 12 hours a day on working the thesis. Over the course of three months, I interpreted 15 pages of interview transcript, surveyed 155 participants and analysed 734 documents. This amounted to a study of 98 pages containing 259.000 characters. An additional 58 pages of front pages, indexes and appendices brought the total amount to 166 pages.
This work surpasses anything I have published so far. While I feel pretty confident about the quality of the text, I am curious about the feedback from my examiners at the University of Augsburg. I will post key findings of the study no later than February 22nd, 2010.
Image: sxc.hu | Jean Scheijen
Internet Bashing is a form of harsh, hostile attacks on persons or products that often occur among groups of Internet users. Within the scope of a master thesis, Jan-Mathis Schnurr explores its social dynamics. He is a graduate research assistant at the Institute for Media and Educational Technology, University of Augsburg, Germany. The study seeks to uncover the roots behind Internet Bashing – the origin of the phenomenon itself, who the so called Internet Bashers are and what motives drive them to write these things. Weiterlesen »
Da YouTube der Gegenstand meiner Masterarbeit ist, lese ich gerade Fachliteratur zu dem Videoportal. Es gibt für mein Forschungsinteresse eine Reihe von Artikeln und Tagesbeiträgen, ein Kapitel in einem Sammelwerk, aber keine umfangreichen Studien. Zur Ökonomie der Aufmerksamkeit auf YouTube habe ich gerade eine Diplomarbeit der Universität der Künste zu Berlin ausgewertet. Marie von dem Berge erfasst in “Aufmerksamkeit im YouTube-System” aus dem Jahr 2007 mittels Regressanalysen die Bestimmungsgrößen von Aufmerksamkeit für professionelle Videos und Beiträge von Amateuren über einen Zeitraum bis 14 Tagen nach der Einstellung in die Plattform.
Mit der Ökonomie der Aufmerksamkeit im theoretischen Teil war ich schon ganz gut vertraut, einschlägige Publikationen dazu habe ich im Februar gelesen. Das Kapitel zu Sichtweisen auf das Phänomen Aufmerksamkeit ist mir in diesem Zusammenhang etwas zu referierend ausgefallen. Ich vermute außerdem, dass einige Zitate aus zweiter Hand einem Sammelband entnommen und dann mit Verweis auf die Originalquellen zitiert wurden. Mir fiel das auf, weil ich den betreffenden Sammelband selbst schon exzerpiert habe und die Aussagenstruktur dort wiederfinde. Im Vergleich dazu finde ich das Kapitel zu akkumulierter Aufmerksamkeit und ihre Bedeutung in den Medien überzeugend; Hier ist der Anteil eigener Reflexionen wesentlich ausgeprägter.
Im praktischen Teil werden quantitative Indikatoren von Aufmerksamkeit im Internet fokussiert – Klicks. Im Rahmen der Arbeit wird aus nachvollziehbaren Gründen die qualitative Dimension von Aufmerksamkeit nicht berücksichtigt – Beziehung. Die Ergebnisse liefern ein recht aufschlussreiches Bild von den Aufmerksamkeitsakkumulationsprozessen auf YouTube. Die endogenen und exogenen Faktoren dieser Operationalisierung sind auf jeden Fall einen Blick wert, wenn man sich mit der systematische Analyse von Videoportalen beschäftigt. Für meine Masterarbeit wichtig ist der Befund, dass der Faktor “Diskussionspotenzial”, der sich über die Anzahl der Kommentare entwickelt, zwar anfänglich für die Anzahl der Klicks von hoher Bedeutung ist, für die Akkumulation von Aufmerksamkeit längerfristig jedoch keine Bedeutung hat.
Foto: sxc.hu | Michal Zacharzewski
Man versteht “The Stories of Facebook, YouTube and MySpace” besser, wenn man das Schlagwort “Web 1.0″ während dem Lesen aus seinen Gedanken verbannt. Bis zum Platzen der New Economy-Blase im Jahr 2001 hatte sich ein anderer Begriff durchgesetzt: Dotcom. Die Entäuschung über das kataklysmische Ende der Dotcom-Ära war so niederschmetternd, dass es von 2001 bis 2005 nicht danach aussah, als würde je wieder jemand große Summen in Geschäftsmodelle im Internet investieren. Doch seit dem Aufkommen des Web 2.0-Hype ab 2005 sprudeln die Geldquellen wieder. MySpace von Tom Anderson und Chris DeWolfe wurde bereits von NewsCorp. für 580 Millionen US-Dollar übernommen. Die Summe von 1,65 Milliarden verwandelte die YouTube-Gründer Chad Hurley und Steve Chen bei der Übernahme durch Google für kurze Zeit in glückstrunkene, kichernde Kinder. Mark Zuckerberg von Facebook hat währenddessen bisher alle Angebote ausgeschlagen. Der Wert seines ursprünglich für eine Handvoll amerikanischer Colleges konzipierten sozialen Netzwerks wird mittlerweile auf über 12 Milliarden geschätzt. Haben wir es mit einer Wiederholung der Blase von 2001 zu tun? Weiterlesen »